BR01, Kat.-Nr. 1360 (1952-1956):

GO_UP

BR01 (1360-1)

Modell der Schlepptenderlok BR01 der DB, Aufschrift an Führerhaus "1360" und "01 1952", erhaben ausgeführt. Tender ohne Beschriftung. 2-Licht-Spitzenbeleuchtung an Lok. (2 Glühbirnen, von unten eingesteckt). Während des Zeitraums in vier Hauptvarianten gebaut, mit mehreren Untervarianten. Abgebildet ist die 1. Version von 1952. Hinter dem mittlerem Treibrad besitzt diese Version einen Schienenschleifer zur Stromabnahme. Die gegossenen Metallräder haben Speichen aus einem rot eingefärbten Kunststoff.

Hinweis:
Generell sind alle 3 Fleischmann-Modelle (BR80 / BR01 / E44) mit wenig abgenutzten Schienenschleifern und ansonsten neuwertigen Zustand in Sammlerkreisen sehr gesucht. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem, sie weichen deshalb deutlich im Sammlerwert von den späteren Varianten nach oben ab. Vermutlich trennt sich kein Sammler freiwillig von einer Schienenschleiferlok, angebotene Loks stammen meistens aus Sammlungsauflösungen.

Der Schienenschleifer der BR01 ist baugleich mit dem der BR80 (Ansicht Schleifer 1320), während der Schienenschleifer der E 44 (Ansicht Schleifer 1335) kürzer ausgelegt war.

Ende 1952 erschien eine modizifierte Variante, wo der Schienenschleifer durch Kontaktdrähte zur direkten Stromabnahme über die Räder ersetzt wurde. Ab der 2. Jahreshälfte 1953 erschien die Lokomotive in der Version, wozu die meisten Modelle, die heute auf diversen Börsen und Auktionen auftauchen, gehören: Die Räder sind komplett aus Metall gegossen, Metallspeichen sind rot lackiert, das Chassis der Lok ist geändert. Achten Sie vor allem bei den frühen Varianten auf Originalität! Speziell über ebay sind bereits "preisoptimierte" Loks angeboten worden, wo herumgeschraubt wurde oder der falsche Tender dabei war. Haben Sie Zweifel, kaufen Sie lieber nicht oder lassen Sie die Lok von anderen Sammlern beurteilen!

Vorsicht! Zylinder für Gestänge und auch Vor- und Nachläufer kann bei den ersten Versionen von Zinkkorrosion (Gußpest) befallen sein! Ist dann zwar original, führt aber zu einer Preisreduktion, da andere Ausführung als bei den späteren Varianten! Die im Vergleich zu den späteren Versionen überhöhten Preise der 1360-1 /1a/1b werden nur im aboluten Topzustand bezahlt!

Die Unterschiede an den Rädern und am Zylinder ist als Detailansicht (gegossenen Metallräder, wo die Speichen aus eingefärbtem roten Kunststoff bestehen und Räder komplett aus Metall) auf den nebenstehenden zwei Bildern zu sehen...

Die Varianten mit Sammlerwert im neuwertigen Zustand heute:

Version:Beschreibung:Wert:Tendenz:

1360-1 (1952)
Räder mit Kunststoffeinsatz, rot.
Stromabnahme durch einen Schienenschleifer, kleiner gekröpfter Kreuzkopf. Mit Haftreifen an den hinteren Treibrädern und ohne Zusatzgewicht im Kessel ausgeführt. Tender ohne Zusatzgewicht, sehr leicht. Keine Aussparung am Tenderchassis an den Luftkesseln. Hülsen am Dampfzylinder oben und unten, lange Kolbenstange. Diese Variante ist so selten, daß für Loks im neuwertigen Zustand mit Originalkarton ein Liebhaberpreis gezahlt wird, der den angegebenen Sammlerwert übersteigt. Im Topzustand stellt diese Variante eine absolute Rarität von Fleischman dar!

Lokomotiven in schlechtem Zustand bzw. mit Gebrauchsspuren werden mit deutlichem Preisabschlag gehandelt. (Aber selbst eine Lok ohne Tender und fehlendem Nachläufer brachte in ebay noch € 800,-- (!) - der Preis ist eigentlich immer Liebhaberpreis bzw. Verhandlungssache!)

3000.--
1360-1a (1952)Wie 1360-1, jedoch ohne Haftreifen, dafür mit Zusatzgewicht im Kessel und im Tender.. Bereits frühzeitig wurden die mangelhaften Fahreigenschaften der Paradelok, die ja die D-Zugwagen ziehen sollte, bemängelt. Diese erste technische Verbesserung führte zu besseren Fahr- und Zugeigenschaften. Für ein modellmäßigeres Aussehen wurden die Räder am Vor- und Nachläufer Kunststoffspeichen aber mit Metallreifen versehen, diese fehlen aber bei vielen Modellen häufig! Nur im Topzustand erreicht man den angegebenen Sammlerwert. Vermutlich wurde die Produktion sehr bald auf die 1360-1b umgestellt, so daß auch diese Version äußerst selten mal angeboten wird. Aufgrund der Preisdifferenz 1360-1a/1b scheinen manche "Experten" eine 1360-1b durch nachträgliche Montage eines Schienenschleifers auf eine 1360-1a aufwerten zu wollen, es ist also höchste Wachsamkeit und Kenntnis gefordert, um zu erkennen, ob diese Version so original von Fleischmann gefertigt wurde. 3000.--
1360-1b (1952/53)Wie 1360-1a, jedoch kein Schienenschleifer, am Chassis ist nur noch ein Montageloch vorhanden (Siehe auch 1360-3b), Stromabnahme seitlich über Drahtschleifer auf eine Seite Treibräder, Kolbenstange kürzer, um den kleinen 90cm Kurvenradius durchfahren zu können, Hülsen am Dampfzylinder nur oben noch ausgeprägt. Vor- und Nachläufer wie die 1360-1a mit Metallreifen ausgestattet für modellmäßiges Aussehen - diese fehlen häufig, was sofort einen deutlichen Wertverlust bedeutet, da nur sehr schwer als Ersatzteil zu finden. Eine Lok ohne komplette Metallreifen und sonstigen kleineren Gebrauchsspuren erreicht selten €500,--! Nur im Topzustand erreicht man den angegebenen Sammlerwert (Ersatzlok für die 1360-1, da doch günstiger). Manche Versionen können auch von Fleischmann nachträglich umgebaute Loks sein, wenn diese zur Reparatur an das Werk eingeschickt wurden. Dabei kann der Schienenschleifer durch Drahtschleifer ersetzt oder sogar Metallräder angebracht worden sein! 1200.--

1360-2 (1952/53)
Chassis ohne Montageloch für Schienenschleifer, Räder nun aus dunkelrotem Kunststoff. Ebenfalls sehr selten auf Märkten im Topzustand anzutreffen 600,--
1360-2b (1953-54)wie 1360-2, jedoch Räder aus Metall. Ebenfalls Drahtschleifer. Im gewöhnlichen, bespielten Zustand etwa € 120,-- bis 150,--. 280,--

1360-3 (1954-56)
Wie 1360-2, jedoch Stromabnahme über Blechschleifer, evtl. auch mit großem, nicht gekröpften Kreuzkopf. - Die gängigste Variante, auf Märkten oft anzutreffen. Im gewöhnlichen, bespielten Zustand etwa € 80,-- bis 120,--. 220,--
1360-3b (1954)Wahrscheinlich nur geringe Stückzahl im Export (Skandinavien) - wie 1360-3, jedoch das Chassis der Schienenschleiferlok (1360-1b) wurde noch aus Restbeständen verarbeitet. Stempelung am Chassis "A 4/4" (Siehe Foto) oder "A 1/4". Stromabnahme über Blechschleifer. - Selten vorkommendes Modell, bisher erst 2x aus Versteigerung ebay gesehen. 250,--

1360-4 (1956)
Die letzte Variante Ende 1956. Wie 1360-3, jedoch immer großer, nicht gekröpften Kreuzkopf und gerader Schieber, Pufferbohle seitlich kürzer (wie bereits für die 1361-1). - Diese Variante ist ebenfalls recht häufig anzutreffen. Erreicht den Sammlerwert wirklich nur im Top-Zustand! 180,--


Letzte Aktualisierung am: 17.09.2010 - (C) Sammlertreff